of a socialdemocratic outlook on life…

gegen den Zensusliberalismus

Europa und Amerika handeln – Deutschland zögert – Spanien braucht nicht zu handeln

Lange ist es her, das man das behaupten konnte: Amerika geht voran, und das nicht mit sinnlosem Aktionismus wie zu Zeiten des 11. September, sondern mit Maß und Ziel. Konjunkturprogramme und langfristige makroökonomische Strategien statt Kriegen und laissez-faire.

Allerdings wird grade durch die derzeitige Krise deutlich, wie sehr sich die Dimensionen in unserer Welt verschieben, inzwischen wird in 100 Mrd-US-$-Schritten gerechnet, der Gigantismus der Finanzjongleure, die aus nichts Werte schaffen wollten fällt auf die Gesellschaft zurück.

Die Finanzelite hat in den letzten Jahrzehnten, in denen das angloamerikanische Finanzmodell mit den verbundenen riskanteren Spekulationen auch in Europa Einfluss gewann, Billionen gewonnen, jetzt, da ihr System seine Schattenseiten offenbart, deren Folgen nicht auszudenken sind, ist der Staat und damit WIR, die Gesellschaft wieder in der Pflicht die Kosten zu tragen. Seit Jahren werden Gewinne privatisiert und der Staat “entschlackt”, der Nachtwächterstaat wird aufgebaut und der Sozialstaat tritt in den Hintergrund.

Wie Obama es vormacht, werden Frankreich und England Konjunkturprogramm in Gang setzen, die tatsächlich etwas bewirken.

Für weitergehende Informationen besuche man:

http://www.zeit.de/online/2008/50/merkel-brown-sarkozy-treffen-london?page=1

http://www.zeit.de/online/2008/50/obama-konjunkturprogramm-skepsis?page=2

Keynes ist nicht tot, seine antizyklische Wirtschaftstheorie erlebt grade ihren zweiten Frühling und die Finanzkrise ist die Möglichkeit schlechthin, den Staaten als internationalem Verbund wieder zu mehr Befugnissen zu verhelfen und so das Kapital wieder zu kontrollieren.

Eine interessante Tatsache, die Georg Schramm vor zwei Wochen sehr schön dargestellt hat, betrifft die Banken von Spanien. Diese sind von der Bankenkrise nicht betroffen, die einzigen Probleme, die Spanien wegen der Wirtschaftskrise haben wird sind export- und tourismusbedingt. Beides sind externe Faktoren, die der spanische Staat nicht beeinflussen kann, seine Pflicht hat Zapatero erfüllt.

Durch massive staatliche Kontrolle war es den spanischen Banken nicht erlaubt derart hochspekulative und unsichere Papiere zu erwerben; Ergebnis siehe oben.

7. Dezember 2008 Geschrieben von | international, policy | , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

   

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